Hausaufgaben

Hausaufgabenkonzept der GGS Wekeln

1. Grundsätze

Hausaufgaben ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Sie werden auf der Grundlage des Erlasses "Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen" (RdErl. d. Kultusministeriums vom 31.07.2008) gestellt.Hausaufgaben dürfen in allen Fächern aufgegeben werden. Sie beinhalten nicht nur das schriftliche oder mündliche Erledigen von Übungsaufgaben, sondern sie dienen auch der Anwendung und Sicherung der im Unterricht erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischen Techniken. Auch das Mitbringen von Materialien, die der Gestaltung des Unterrichts dienen (wie z.B. Blätter zu sammeln, Steine zu suchen, Papprollen mitzubringen, …) gehört ebenso zu den Hausaufgaben wie z.B. das Einholen von Informationen (Internet, Bücherei). Dieses fördert die selbstständige Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegenständen oder frei gewählten Themen.
Auf dem ersten Klassenelternabend des ersten Schuljahres sollen sich Lehrkräfte und Eltern darüber verständigen, wie Eltern ihre Kinder bei der regelmäßigen Erledigung der Hausaufgaben unterstützen können und in welchem Umfang sie helfen sollten. In diesem Rahmen wird den Erziehungsberechtigten der Eltern- und der Schülerbogen zum Thema Hausaufgaben verteilt.

Hausaufgaben werden nicht benotet, können jedoch im Bereich "Arbeitsverhalten" zum Tragen kommen.

2. Hausaufgaben als Instrument des selbstständigen Lernens

Die Schülerinnen und Schüler sollen zum selbstständigen Lernen angeleitet werden. Ein Element dieses Lernens sind die Hausaufgaben, da die Schüler und Schülerinnen sich dabei selbstständig organisieren und arbeiten.

Die Hausaufgaben

  • erwachsen aus dem Unterricht und sind in diesen eingebunden
  • ergänzen und/oder vertiefen den Unterricht oder bereiten ihn vor
  • sind in der Regel im Unterricht vorbereitet
  • ergeben sich nicht zwingend in jeder Unterrichtsstunde
  • sind Aufgaben, die von den Kindern selbstständig erledigt werden können
  • sind nicht immer für jedes Kind allgemeingültig, sondern dürfen differenziert (nach Umfang oder Inhalt) gestellt werden
  • können als Tages- oder Wochenaufgaben gestellt werden.

Zu diesen Hausaufgaben gehören folgende Aufgaben, die eine selbstständige Organisation der Schülerinnen und Schüler zwingend erfordern:

  • terminierte Pflichtaufgaben (zum bestimmten Termin festgelegte Aufgaben)
  • laufende Aufgaben, die unbefristet gestellt werden (z.B. Leseübungen, Einmaleins usw.)
  • Aufgaben, die hinsichtlich der Aufgabenstellung in der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler liegen und nicht kontrolliert werden können (z.B. das Nachschlagen unbekannter Begriffe)

Um dieses Element zu fördern und zu fordern, werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, sich

  • bei Fehlzeiten selbstständig zu Hausaufgaben zu informieren
  • Hausaufgaben vollständig anzufertigen
  • Hausaufgaben als minimale Pflichterfüllung anzusehen
  • ¢ Hausaufgaben übersichtlich, ordentlich und sauber anzufertigen

3. Umfang

Der Umfang der gesamten Hausaufgaben sollte in Klasse 1 und 2 einen Zeitraum von 30 Minuten nicht überschreiten, eine konzentrierte Arbeit wird dabei vorausgesetzt. In den Klassen 3 und 4 ist ein Zeitraum von 45 Minuten angemessen (begründet durch den neuen OGS-Hausaufgabenerlass, nachdem Lehrer nur 45 Minuten Hausaufgaben betreuen. 15 Minuten dienen u.U. als Puffer für langsame Kinder). Durch Differenzierung der Hausaufgaben kann auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Kinder eingegangen werden (siehe Punkt 2).

4. Formalien

Hausaufgaben werden an einem festgelegten Teil der Tafel notiert. Das aktuelle Datum steht darüber. So haben Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte stets eine Übersicht. Die Schülerinnen und Schüler werden ab Jahrgang 1 angehalten, die Hausaufgaben in ein dafür vorgesehenes Aufgabenheft einzutragen.

Die Ankündigung der Hausaufgaben erfolgt so rechtzeitig in einer Unterrichtsstunde, dass die Schülerinnen und Schüler ausreichend Zeit zum Notieren haben. Die Hausaufgaben werden während des offenen Anfangs in Klasse 1 und 2 oder zu Beginn bzw. im Laufe einer Unterrichtsstunde in geeigneten Lernphasen in unterschiedlicher Form, nicht immer täglich, kontrolliert. Hat ein Kind mehrmals seine Hausaufgaben nicht erledigt, so werden die Eltern benachrichtigt.

Versäumte Hausaufgaben müssen in einem kurzen Zeitraum (bis zum nächsten Tag oder in Absprache mit den Eltern während einer zusätzlichen Stunde oder am Wochenende) nachgeholt und ohne weitere Ermahnung vorgezeigt werden. Bei unregelmäßiger Erledigung der Hausaufgaben ist eine tägliche Kontrolle der Vollständigkeit durch die Eltern gewünscht.

Werden die Hausaufgaben auch dann nicht zuverlässig erledigt, wird sich die Lehrkraft in einem Gespräch mit den Eltern über die Ursachen sowie die Möglichkeiten der Veränderung austauschen, da nicht erledigte Hausaufgaben zu Leistungsdefiziten führen können.

Eltern sollten sofort im Aufgabenheft vermerken bzw. den Kontakt zur Klassenlehrerin suchen, wenn ihr Kind zu lange an den Hausaufgaben arbeitet und/oder diese nicht selbstständig bearbeiten kann.

5. Hausaufgaben in der OGS

Die Hausaufgabenbetreuung in der OGS findet von Montag bis Donnerstag statt. Eine Teilnahme daran ist für alle Kinder verpflichtend. In der Regel erledigen die Kinder ihre Aufgaben in einer festen Gruppe, in der sie entweder von einer Erzieherin, einer Lehrerin oder einer Hausaufgaben-Honorarkraft begleitet werden. Nach Schulschluss sind die Kinder angehalten, ihre benötigten Arbeitsmaterialien im Tornister zu verstauen. Ein späteres Holen der vergessenen Bücher/Hefte/Arbeitsblätter aus den Klassen ist in der Regel nicht zulässig, da es einerseits die benötigte Ruhe in den Klassen während des gesamten Hausaufgabenablaufes stört, andererseits die Kinder lernen sollen an ihre Materialien zu denken. In ruhiger Atmosphäre werden die Kinder angeleitet und motiviert, selbstständig und ordentlich zu arbeiten. Im Regelfall sollen die Hausaufgaben im vorgegebenen Zeitrahmen (s. Punkt 3) weitgehend erledigt sein. Verschiedene Aufgaben wie z.B. Lesen, Auswendiglernen oder Recherchieren sowie individuelles Üben ist jedoch in der OGS nicht zu leisten und liegt in der Verantwortung des Elternhauses. Fehlende Aufgaben vom Vortag oder aus Krankheitszeiten müssen ebenfalls im häuslichen Umfeld nachgearbeitet werden. Die "Hausaufgaben-Mitarbeiter" kontrollieren die erledigten Aufgaben ansatzweise bzw. stichpunktartig und machen auf Fehler aufmerksam, welche je nach Art und Umfang korrigiert werden. Das Hausaufgabenheft ist von den Kindern täglich zur Einsicht und Unterschrift vorzulegen und dient gleichzeitig dazu, kurze Informationen über das Erledigte an das Elternhaus oder die Klassenlehrerin weiterzugeben. Des Weiteren gibt die OGS täglich eine Rückmeldung über das Arbeitsverhalten der Kinder und den zur Erledigung der Hausaufgaben benötigten Zeitaufwand an das Lehrerkollegium weiter (Austauschbuch).

6. Möglichkeiten der Evaluation

Da die Lehrkraft keine Möglichkeit hat, das tatsächliche Anforderungsniveau der Aufgaben bzw. die Arbeitsdauer der Schülerinnen und Schüler während der Erstellung der Hausaufgaben einzuschätzen, ist eine Rückmeldung des Kindes oder ggf. der Eltern an die Lehrkraft sinnvoll. Die Rückmeldung über die Aufgaben fördert die richtige Leistungseinschätzung durch die Lehrkraft und die Selbstreflexion des Schülers/der Schülerin.

Die Rückmeldung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, z. B.:

  • Wenn die Kinder die Hausaufgaben nur mit umfangreicher Hilfe erledigen konnten, schreiben die Eltern einen Kommentar unter die Aufgaben.
  • Konnte das Kind die Hausaufgaben nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens erledigen, so wird dies ebenfalls von den Eltern unter den Aufgaben oder im Hausaufgabenheft notiert.
  • Die Erzieherin oder die Lehrerin, die die Hausaufgaben betreut, schreibt eine Rückmeldung (Smileybogen oder Austauschbuch).
  • Der Schüler oder die Schülerin gibt der Lehrkraft persönlich eine Rückmeldung.

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